„In welchem Theile der Stadt?“ „In der Colthamſtraße, dicht bei der Abtei.“ „Ach, das Glockenſpiel der Abtei, wie oft habe ich das Nacht für Nacht gehört, als ich vor Schmer⸗ zen nicht einſchlafen konnte.“
„Schmerzen? was für Schmerzen?“ frug John, der bei dieſem Gedanken an ihren Leiden den leben⸗ digſten Antheil nahm.
Das alte wohlbekannte Lächeln flog über Miß Narch's Angeſicht.„Ach! ich habe es beinahe ver⸗ geſſen, obgleich es recht ſchlimm damals war; ich hatte mich bei einem Streite mit meiner Wärterin ziemlich gefährlich mit einem Brotmeſſer an dem Handgelenk verwundet.“
„Wann war das?“ frug John eifrig.
Ich ſagte Nichts, denn ich hatte nach und nach Alles errathen. Ach! die Fluth des Geſchicks ſchwoll meinem armen David entgegen. Was konnte ich anders thun als bei ihm ſtehen und wachen?
„Wann es war? Warten Sie, vor fünf— ſechs Jahren. Aber es iſt ja nicht der Mühe werth, davon zu reden.“
„Es iſt doch nicht ſo gering. Bitte, erzählen Sie es mir.“
Und John ſtand vor ihr, ihren Worten hor⸗ chend, ja ſie zählend, wie Jemand die Tropfen einer


