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beweiſen. Anders war es mit ihrem Ausdrucke, aber ſie wußte ja, daß das Kind blind war.
„Nun!“ rief ſie,„mein Lämmchen wird ver⸗ nünftig ſein, ſie darf nicht weinen, es könnte ihr ſchaden. Wir müſſen gerade heute recht vergnügt ſein.“
„Ja gewiß.“ Dann flüſterte ſie leiſe:„Bitte! ich möchte ſo gern die kleine Maud ſehen.“
„Wen!?“ antwortete die Mutter zerſtreut.
„Meine kleine Schweſter Maud— Maud, die meinen Platz einnehmen und von nun an Aller Liebling ſein wird.“
„Still, Muriel!“ ſagte der Vater mit erſtickter Stimme.
Ein ſanftes, faſt wunderbares Lächeln erhellte ihre Züge und ſie ſchwieg.
Das Neugeborene ward jetzt von Mrß. Tod heraufgebracht und von allen Knaben begleitet. Es war rührend, wie ſich Alle um das Bett drängten, wo die Kleine dicht neben Muriel lag, die ihre zarten Hände leiſe über das kleine Kinder⸗Geſicht gleiten ließ, da ſie ihre Schweſter nach ihrer Weiſe
zum„erſten Male“ ſah. Sie war ſehr erfreut, und
mit ernſthafter Miene befühlte ſie alle die kleinen Glieder und wußte das Kind dann ſo mütterlich zu


