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Zuſtande der größten Freude. Sie ward eine Schä⸗ ferin, fütterte mit Edwin das Federvieh, beraubte ſich aller ihrer Gold- und Schmuckſachen, um ſie Walthet zum Spielen zu geben; ja, ſie wuſch ſogar an der friſchen Quelle ihr Roth fort und kam mit leiſe gerötheten natürlichen Farben auf ihren bleichen Wangen zurück. Sie ſchien ſo glücklich zu ſein— ſo unſchuldig— kindlich glücklich, daß ich mehr denn einmal beruhigte Blicke zwiſchen John und Ur⸗ ſula wechſeln ſah, die ihre Freude darüber ausdrück⸗ ten, der göttlichen Milde gefolgt zu ſein, die nichts Böſes glaubt.
Nach dem Thee gingen wir unſerer Gewohnheit gemäß wieder in das Freie; die Kinder ſpielten, während Vater und Mutter den Feldweg langſam auf und ab gingen, Arm in Arm wie Brautleute, oder zuweilen lehnte er ſich auch zärtlich an ſie an. So konnten ſie Stunden lang im Zwielicht gehen und mit einander reden.
Lady Caroline zeigte auf Beide—„Sehen Sie dort— Adam und Eva moderniſirt, Baucis und Philemon in ihrer Jugend. Bon Dieu! Wie ſchön iſt die Jugend!“
Sie ſagte das mit einem Seufzer, als ob ſie die ſchrecklichſte Angſt vor den Tagen empfände, die auch für ſie kommen mußten, die dunkeln Tage.


