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Du ſagteſt, Edwin habe es Dir feſt verſprochen; nicht wahr, John?“
„Heilig verſprochen.“
„Aber Guy könnte dennoch durch Zufall die Wahrheit entdecken! Horch! ſie ſprechen ſehr laut. Fällt da nicht ein Stuhl? Ach, John, halte mich nicht zurück! Meine Kinder! meine Jungens!“ und ſie ſtürzte die Treppe in Todesangſt hinauf.
Welcher Anblick bot ſich den Augen der Mutter dar! Zwei Brüder, von denen es unſer Stolz ge⸗ weſen war, daß Keiner wagte, die Hand gegen den Andern zu erheben, ſtanden jetzt in einem Kampfe vor uns wie Kain und Abel. Und nach der Wuth ihres Ausdrucks zu urtheilen, hätte der Streit wohl denſelben Ausgang nehmen können.
„Guy! Edwin!“ doch hätte die Stimme der Mutter eben ſo gut den Winden gebieten können.
Der Vater trennte ſie.„Jungens, ſeid Ihr verrückt geworden? In dieſer Weiſe, wie unvernünf⸗ tige Creaturen, gegen einander zu ſtreiten! Schämt Euch, Guy! Edwin! ich ſetzte ein beſſeres Vertrauen in Euch.“
„Ich konnte nicht anders, Vater! Er hatte
doch wahrhaftig kein Recht, ſich in mein Zimmer zu
drängen und mir ihren Brief fortzuſtehlen.“ „Alſo war es doch ihr Brief?“ rief Guh wüthend.


