— Jahren unſere theure, glückliche Heimath, in der die Mutter jede Blume des Gartens, jeden Stein und ieden Fleck an der Wand liebte.
„Longfield verlaſſen?“ wiederholte ſie abermals mit einem tiefen Seufzer.
„Longfield verlaſſen?“ tönte es aus den Kehlen der Kinder wieder, von dem Jüngſten bis zum Ael⸗ teſten, aber vielleicht mehr verwundert als betrübt. Edwin's kluge, helle Augen blickten ſchnell von dem Buche auf, ſenkten ſich aber ſogleich wieder; er war weder von vielen Worten, noch vermochte er ſeine Empfindungen zu zeigen.
„Jungens, kommt heran, wir wollen über die Sache mit einander reden!“
Sie vergrößerten unſern Kreis, und wenn auch voller Achtung für den Vater, ſo waren ſie ihm gegen⸗ über doch unbefangen und offen; dieſe Söhne ſeiner Jugend, denen er nicht allein Vater und Oberhaupt, ſondern auch eben ſo gut Gefährte, Führer und zärt⸗ licher Freund war. Sie ehrten, vertrauten und lieb⸗ ten ihn, zwar das Letztere nicht ganz in derſelben Weiſe wie die Mutter, denn es ſcheint faſt ein ſon⸗ derbares Natürgeſetz, daß der Einfluß einer Mutter auf Söhne größer iſt, während der des Vaters ſich ſtärker bei Töchtern zeigt. Aber ſelbſt ein Fremder hätte nicht auf dieſe aufmerkſamen, verſchiedenartigen


