Es war derſelbe Ton, beinahe dieſelben Worte, mit denen ſie ſich Jahre vorher an ihn anſchmiegte, als ſie getraut waren. Gerade daſſelbe leiſe Flüſtern wie ein müdes Kind, das ſich in die es beſchützenden Arme wirft.„John, John!“
Wir ſchloſſen die Thür und ſetzten uns außer⸗ halb auf die Stufen der Treppe. Mochte es Minu⸗ ten oder Stunden gedauert haben, kein Laut war von Innen oder von Außen zu hören.
Endlich ging Guy leiſe hinein. Er fand ſie noch immer an der Seite des Bettes ſitzen, aber halb auf demſelben liegend, wohin ich ſie ſich wenden ſah, als ich die Thür ſchloß. Ihr Arm war um den Nacken ihres Gatten geſchlungen, ihr Kopf, in das Kiſſen gedrückt, lag dicht an ſeinen Haaren. Es wg als ob Beide ſtill eingeſchlafen wären.
Eines der Kinder rief ſie, doch antwortete e nicht, noch bewegte ſie ſich.
Guh hob ſie auf, ſanft und zärtlich, ſeine Mut⸗ ter, die keine andere Stütze mehr hatte als ihn— ſeine Mutter,— die Witwe.
Nein, Gott ſei Dank! Sie war— keine Witwe mehr.
Ende des und letzten Bandes.
Druck von C. Roeßler in Grimma.
.


