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erinnern, daß die Tſcherkeſſen und Tſchetſchenzen es ge⸗ wagt hätten, bis zum Karaſſu vorzudringen und ihn zu überſchreiten. Deshalb ließ ſich hoffen, daß die Gegend von Garika auch diesmal von dem Lärm und den Greueln des Kriegs verſchont bleiben würde.
Ein leichtes Räuspern ließ Sophia aufblicken. In der Nähe des Eingangs zu der Rotunde, welche die Bäume mit ihren Schlingpflanzen bildeten, ſtand ein Mann in der Tracht der Landbewohner, den Sophia ſogleich als einen Eingeborenen aus Kureli erkannte, deſſen ſich der Major zuweilen zu Sendungen bediente. Die Gräfin winkte ihn näher, und der Bote überreichte ihr ein klei⸗ nes zierliches Billet. Sophia kannte die Landesſprache genügend, um ihn zu fragen, ob er ſie bereits im Schloſſe geſucht habe. Der Bote antwortete, er ſei dort geweſen um dem Grafen ein größeres Schreiben des Majors zu überbringen, und habe erfahren, daß die Comteſſe ſich im Park befinde.
Sophia öffnete das Billet. Es war nicht das erſte geheime, das ſie von dem Major empfing. Sie konnte dieſe kleinen Intriguen nicht entbehren, doch hütete ſie ſich, darin weiter zu gehen, als ſie für gut hielt, und ſie geſtattete dem Major keine größern Rechte, wenn ſie auch zuweilen ein heimliches Billet von ihm annahm, in welchem er einen zärtlichen, aber discreten Seufzer


