Teil eines Werkes 
1. Band (1866)
Entstehung
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„Die Mongolen zum Beiſpiel!“ fuhr er dann langſam fort.„Doch brechen wir davon ab. Sie ken⸗ nen meine Geſinnungen. Ich bin dem Kaiſer ergeben, wie es nur einer ſein kann, und wenn er mich ruft, ſtehe ich ihm zu Dienſten. Aber drängen werde ich mich zu dieſem Kriege nicht.“

Man ſah es den Augen und den Zügen Sophia's an, daß ſie verwundert überlegte. Woher plötzlich dieſe Mißſtimmung bei einem Manne, der bisher ſeine Miliz⸗ uniform mit demſelben Stolze und mit mehr Eitel⸗ keit vielleicht getragen hatte, wie jeder ruſſiſche Offizier? Errieth ihr kluges Köpfchen, daß Daniel Garika ſich nur intereſſant machen, daß er andeuten wolle, die Umſtände könnten ihn zu etwas Anderem erheben, als er jetzt war. ja daß er ſich vielleicht zu dem gefährlichen Wageſtück entſchloſſen habe, der ruſſiſchen Regierung gegenüber den Mißvergnügten zu ſpielen, um dadurch einige Con⸗ ceſſionen zu erlangen, Conceſſionen, die ſich möglicher⸗ weiſe ſelbſt auf Sophia Brazow erſtrecken konnten? Denn Czar Nikolaus zog auch die Heirath liebenswür⸗ diger Frauen in den Bereich ſeiner Politik, und wenn es räthlich erſchien, Daniel Garika durch eine Heirath mit der Comteſſe feſter an das ruſſiſche Intereſſe zu binden, ſo ließ ſich vorausſehen, daß der entſprechende Wink von Petersburg nicht ausbleiben würde.