Teil eines Werkes 
5. Band (1868)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

27

gelangt, der eine Meuterei melde. Dieſe ganze Mit⸗ theilung klang ſo natürlich, Angria war ſo gewöhnt, ſeinen Bruder bei jeder Kleinigkeit um Rath zu fragen, daß Ben Angria in die Falle ging. Er rief uns zu, wir ſollten kurze Zeit warten, bis er wiederkäme; er wolle zu ſeinem Bruder gehen und ihn beruhigen. Dann befeſtigte er das Boot mit einem Seile an einem eiſernen Ring am Fuß der Treppe und ging haſtig an uns vorüber nach dem Innern der Feſtung. Jetzt er⸗ griff Adora meinen Arm und zog mich nit ſich die Treppe hinab. Ich zitterte gewaltig. Aber Adora rief: „Komm, laß uns Gott vertrauen! Er iſt gnädiger als die Menſchen!« Damit band ſie das Boot los, ſtieg hinein, hob mich über Bord und ſtieß das Boot mit einem Haken von der Treppe los. Die Wellen er⸗ faßten das kleine Fahrzeug; ich half Adora das Segel entfalten, denn wir verſtanden uns, da wir faſt täg⸗ lich geſehen, wie die Angrianer ihre Boote handhabten, auf dieſe einfachen Handgriffe, Adora ſetzte ſich an das Steuer und wir ließen das Boot nach der Küſte zu treiben.

Adora's Plan bot uns einen großen Vortheil. Wenn Ben Angria erfahren, daß ſein Bruder ihn nicht habe ſuchen laſſen, und uns bei der Rückkehr nicht mehr fand, ſo konnte er nicht ſogleich Lärm ſchlagen,