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„Ruft Ramna⸗Rain!“ rief er.„Ich will ihm ſagen, daß er ein Verräther iſt. Wer von Euch iſt Duna⸗ Sahib? Ich will mit ihm reden!“
Obgleich Duna⸗Sahib gar nicht willens zu ſein ſchien, zu antworten, ſo blieb ihm doch nichts übrig, als ſich zu erkennen zu geben, denn die Bengaleſen wichen auf allen Seiten von ihm zurück, ließen ihn ganz frei und kennzeichneten ihn dadurch als ihren Führer.
„Alſo Du biſt es!“ rief Will.„So behandelt Ihr einen Abgeſandten des Oberſten Clive? Ich bitte Ramna⸗Rain, Dir zu ſagen, daß ich Dich ſprechen möchte, und er ſagt mir, Du ruhteſt, ich könne Dich erſt in einigen Stunden ſprechen, und inzwiſchen willſt Du fliehen wie ein Dieb? Du mußt ein ſehr böſes Gewiſſen haben! Antworte mir! Mit welchem Recht hältſt Du eine Frau, die nicht Deine Sklavin iſt, ge⸗ fangen?“
Duna⸗Sahib, deſſen Ausſehen kein imponirendes war und der mehr den Eindruck eines Hofmanns als eines Kriegers machte, ſchien verwirrt durch dieſe Anrede.
„Mein Herr und Gebieter, der Subah von Benga⸗ len—“ ſagte er dann zögernd.
„Wen meinſt Du?“ unterbrach ihn Will heftig.


