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In einem kleinen Saal, deſſen Wände rings mit Divans verſehen waren und deſſen Boden dicke Tep⸗ piche bedeckten, bedeutete der Beamte Will zu warten. Der Saal hatte drei Thüren, von denen jede durch einen ſchweren Vorhang geſchloſſen war. Will wußte nicht, durch welche Thür Miß Badyſon eintreten werde, und ging unruhig im Zimmer auf und ab. Das Herz ſchlug ihm mächtig, und ohne daß er es wußte oder fühlte, wechſelte er in kurzen Zwiſchenräumen die Farbe. Er war ſo erregt, ſo ganz von dem Gedanken dieſes ſeltſamen Wiederſehens eingenommen, daß er gar nicht auf die Zeit achtete. Ja, er wünſchte, Miß Badyſon möge noch nicht ſogleich erſcheinen, damit er ſich ſam⸗ meln könne.
Er hatte den Saal der Länge nach durchmeſſen und wandte ſich kurz um. Da blieb er wie angefeſſelt ſtehen. Ihm gegenüber, vor einer Thür, ſtand eine weibliche Geſtalt, hoch, ſchlank und zart, mit ſchlichtem dunklen Haar und großen, klaren und tiefen Augen, deren Blick ſanft, aber feſt auf ihn gerichtet war, wäh⸗ rend ein Lächeln ihre feinen Lippen umſpielte. War ſie es? War ſie es nicht? Er hatte ſie ja nur als Kind geſehen. Es war daſſelbe Antlitz und doch ein anderes. Ernſt, voll Hoheit und Anmuth zugleich, ſtand die ſchöne Erſcheinung vor ihm.


