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Minuten war das Thor erreicht. Die Dragoner ſprengten hindurch, daß die Wölbung zitterte. Auf den Straßen 1 floh Alles vor ihnen mit Geſchrei auseinander. Es war, als ob eine Schaar von böſen Geiſtern ſich am hellen lichten Tage auf die Stadt geſtürzt habe. Will hatte vorher mit ſeinem Fernrohr die Straßen der Stadt ſo genau als möglich ſtudirt, und im All⸗ gemeinen mit der Bauart indiſcher Städte bekannt, fand er leicht den Weg nach der Reſidenz Ramna⸗Rain's. Sie war mit einer hohen Mauer umgeben, aber das Thor, neben dem einige ſchwerfällige Kanonen ſtanden,. zeigte ſich offen. Mitten durch die Wachen hindurch ſprengte die Schaar durch das Thor in den äußern 3 Hof. Hier erſt machten die Reiter Halt.
„Ich habe Ramna⸗Rain zu ſprechen!“ rief Will einem vornehm gekleideten Hindu zu, der auf der Stufe einer Treppe ſtand und, von einer Schaar Diener umgeben, den tollen Ritt in den Schloßhof hinein mit ſtaunender Verwunderung betrachtet hatte.
„Ich bin es ſelbſt“ antwortete der Hindu.
„Gut, um ſo beſſer!“ rief Will.„Sei mir gegrüßt, Statthalter von Patna! Ich bringe Dir den Gruß meines Feldherrn, deſſen Namen Du kennen wirſt, des 5 Oberſten Clive. Sein Heer befindet ſich einige Stun⸗ den hinter uns und wir ſind ſeine Boten!“
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