175 ragoner aber wollte Will für ſich behalten und mit ihnen dem Entführer der beiden Frauen nachſetzen. Er wußte wohl, daß Clive es ihm verzeihen würde, wenn er die ganze Mannſchaft zu dieſem Dienſt ver⸗ wende, aber er wagte nicht, es zu thun.
Noch an demſelben Abend ſuchte Will Erkundigungen einzuziehen, wohin ſich der flüchtige Führer der Reiter gewendet haben könne. Aber das vermochte Niemand anzugeben. Bei dem Zuſtande der Verwirrung, in welchem ſich das Reich und die Armee befanden, ließ ſich faſt annehmen, daß die einzelnen Führer ihre Hei⸗ mat aufſuchen würden. Will ging deshalb noch ein⸗ mal zu der Holländerin und erfuhr von ihr, der Führer der Reiterſchaar heiße Duna⸗Sahib, ſei aus dem Kö⸗ nigreiche Behar gebürtig und ein Verwandter Ramna⸗ Rain's, des Statthalters von Patna. Dieſer Ramna⸗ Rain galt, wie früher erwähnt, für einen der treueſten Anhänger des geſtürzten Subah. Zu ihm hatte des⸗ halb auch Suradſcha⸗Daulah ſeine Schätze ſenden wollen und zu ihm richtete ſich wahrſcheinlich auch die Flucht
des Nabobs ſelbſt. Alles ſprach dafür, daß auch Duna⸗ Sahib den Weg nach Patna eingeſchlagen habe.
Mit ſeinen zehn Dragonern hätte ſich Will Starlow bis nach Delhi gewagt. Aber es gab dennoch ein großes Hinderniß für ihn: die Nähe der Franzoſen.
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