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heiterſten Stunden, ja inmitten der angenehmſten Thä⸗ tigkeit oder Erholung ergreift mich oft ein unerklär⸗ licher Zuſtand des Nichtbehagens, Unmuths und kör⸗ perlichen Uebelbefindens. Es iſt, als ob ich die Welt, die mir ſo eben noch roſig gelacht, plötzlich durch ein dunkles Glas ſähe und als ob ein feines Gift meine beſten Lebenskräfte zerſtörte. Dann erſcheint mir Alles ſchwarz, jede Fähigkeit, zu wollen, zu genießen, zu
ſchaffen, iſt in mir erſtorben. Wie ein böſer Alp liegt
es auf mir; eine unbeſtimmte, unerklärliche Unruhe foltert mich, jagt meine Gedanken wie im Fieber und läßt es mir unglaublich ſcheinen, daß ich auch nur die nächſten Stunden erleben werde. Iſt dieſer Zuſtand vorüber, ſo verfalle ich in eine tiefe Abſpannung und Schwermuth, die freilich ebenfalls meine geiſtigen Kräfte lähmt, aber doch noch erträglicher iſt als jene Qual und Seelenangſt, die ihr voraufgegangen. Man ſagt wohl, der Menſch gewöhne ſich an Alles; aber an dieſe Kriſen gewöhnt man ſich nicht; ſie ſind immer gleich ſchrecklich. Ich bin ſchon vollkommen zufrieden, wenn ſie nur in längern Zwiſchenräumen wiederkehren. Was iſt denn auch am Ende daran gelegen, wenn dieſe Maſchine ganz aus den Fugen geht?
Du ſiehſt alſo, mein lieber Junge, daß zu Zeiten der Verkehr mit mir ſeine unangenehmen Seiten hat
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