182
nehmen, und trennte ſich von ſeinem Freunde, da dieſer jetzt zu Miſtreß Maskelyne und ihrer Tochter gehen wollte.
Das ſchöne Geſchlecht von Madras war ſeit langer Zeit nicht in ſolcher Aufregung geweſen wie am heu⸗ tigen Tage. Bis zur Mittagszeit hatte das unter⸗ brochene Verlobungsfeſt bei Mr. Birdenhall alle Zun⸗ gen in Bewegung geſetzt. Man wußte bereits, daß der Baronet, ſeine Tochter und der Lord auf dem nächſten Schiffe, das nach Europa ging, zuſammen nach Eng⸗ land zurückkehren würden, um dort, ſobald die Trauer⸗ zeit des Lords abgelaufen ſei, die Verbindung zu feiern. Auch daß Mr. Barny nach England reiſen würde, war ſtadtkundig geworden. Zu dieſen Nachrichten geſellte ſich nun die Kunde, daß Kapitän Clive, nach dem am vergangenen Abend ſo viele Mütter und Töchter aus⸗ geſchaut, am Vormittag um Miß Jane Maskelyne an⸗ gehalten und das Jawort empfangen habe. Zwar rümpfte man allgemein die Naſen und Näschen über dieſe unerwartete Werbung; man hätte dem Kapitän Clive einen beſſern Geſchmack, einen höher ſtrebenden Sinn zugetraut. Aber es war doch ein gutes Zeichen für den Charakter der Braut, daß man im Ganzen ohne
Spott und Böswilligkeit über ihr Glück ſprach und die
kleinen hämiſchen Bemerkungen gewöhnlich mit dem


