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Die Dramaturgie liegt bis zum heutigen Tage vollig brach, und was darin geleiſtet worden, wi⸗ dert durch ſeltſame Miſchung von Ernſt und Scherz, von Heiligem und Profanem, von Schwulſt und Gemeinheit, an. Die Revolution von 1820 er⸗ zeugte dagegen viele treffliche Staatsredner, welche in Schriften, wie auf der Tribune und in den Clubbs durch mannichfache Talente hervorglaͤnzten; wir nennen bloß die Moura, die Carneiro und Fereira Borges und die Fernandez Thomas
u. A. mehr.
Auch die Geſchichte hat, trotz des Umſtan⸗ des, daß die politiſchen Verhaͤltniſſe ſo manchen Wechſel erfahren und große Begebenheiten, welche auf das Schickſal zweier Welttheile maͤchtigen Ein⸗ fluß ͤben, vorgefallen ſind, wenige gediegene Be⸗ arbeiter gefunden, und durchaus ſeit den Barros und Britos keine Klaſſiker mehr aufzuweiſen. Doch regt ſich ſeit Pombals Zeit, und noch mehr ſeit der Revolution, ein ruͤhmlicher Forſchungsgeiſt, wel⸗ chen nur zu haͤufig der Mangel an Geſchmack in der Darſtellung und die Parteiwuth bei Benutzung der Quellen paralyſirt. Im Felde der Geographie blieb Lima fortwaͤhrend die Haupterſcheinung. Doch wirkte auch tuͤchtig fuͤr daſſelbe die von Joao V. im Jahre 1799 gegruͤndete geographiſche Geſellſchaft; Land⸗ und Seekarten wurden gefer⸗ tigt, und zu dem Ende große Reiſen und Meſſun⸗ gen durch das ganze Koͤnigreich angeſtellt.
Als Mathematiker und Aſtronomen erwarben Stockler Ourch ſeine Theorie der Flu⸗


