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gehoͤrig betrieben worden. Alle Anſtrengungen der National⸗Akademie geſchahen in verkehrter Rich⸗ tung, und es fehlt ſelbſt an kritiſchen Ausgaben oder Ueberſetzungen der griechiſchen und romiſchen Klaſſiker. Die den Portugieſen angeborene Eitel⸗ keit beſchaͤftigte ſich groͤßtentheils nur mit Samm⸗ lung der in Portugal ſelbſt geborenen lateiniſchen Dichter. Durch den Haß wider die Scholaſtik der Jeſuiten, welcher die Zeiten Pombals beſonders auszeichnete, wurde ungluͤcklicherweiſe ein Wider⸗ wille gegen die Philoſophie im Allgemeinen ein Umſtand, der ſich in der Geſchichte dieſes Landes nur zu fuͤhlbar in neuern Zeiten geraͤcht hat. Die Theologie, durch ſcholaſtiſche Pedanterien, und ſchale Andachtsbücher verunſtaltet, erfreut ſich kaum jetzt einer ertraͤglichern Behandlung. Wir fuͤhren als verdienſtlichen Verſuch zum mindeſten Pereira de Figueredo's Bibeluͤberſetzung an. In beſſerer Geſtalt zeigt ſich uns die Rechtsgelehrſam⸗ keit, deren Koryphaͤen einſt Coſta, Velasco Lopez, Alvaro Velasquez, Fernandez Paeſe, Gonera u. A. waren, wies in neuerer Zeit die Freirius, die Figueredo, die Car⸗ neiro und Caſtello Branco auf.
Unter den uͤbrigen Wiſſenſchaften gediehen be⸗ ſonders die ſchoͤnen Redekuͤnſte zu Ende des 18. und zu Anfange des 19. Jahrhundertes wiederum zu einiger Bluͤthe. Manvel da Coſta, Gar⸗ gao und Paulino glaͤnzten als Canzonen⸗, Son⸗ netten⸗, Oden? und Liederdichter. Nur im Epi⸗ ſchen erſchien nach Camoens kein zweiter Stern.
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