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die Raſſe der portugieſiſchen Pferde auch iſt, ſo un⸗ betraͤchtlich iſt ihre Zahl. Haͤufiger dagegen trifft man den Gebrauch der Maulthiere. Die Schaf⸗ zucht iſt bedeutender, beſonders in Beira, und die Wolle aͤhnelt der ſpaniſchen. Die Bienenzucht wird ſehr vernachlaͤſſigt; die Seidenernte lag bis in die neueſten Zeiten brach: doch geſchah unter der Re⸗ gierung Joao's VI. Manches zur Wiederaufhuͤlfe derſelben. An Wildpret iſt Portugal arm; minder an Fiſchen, der Naͤhe des Meeres und ſeiner Stroͤ⸗ me willen.
Die Bewohner des Landes ſind ein Amal⸗ gama von Kelten, Karthagern, Roͤmern, Teut⸗ ſchen, Arabern und Juden. Die Bevoͤlkerung hat gegen fruͤhere Perioden in ſtarkem Verhaͤltniſſe ab⸗ genommen. Heut zu Tage kann man ſie auf etwa 3 Millionen Menſchen anſchlagen. Der Unterſchied
der Staͤnde iſt ſeit den Zeiten der fraͤnkiſchen, und noch mehr ſeit jenen der einheimiſchen Revolution nicht mehr ſo fuͤhlbar. Bedeutend hatte hierin
ſchon Pombal vorgearbeitet. Der portugieſiſche Adel zeichnet ſich durch manche Vorzuͤge in Charak⸗ ter und Sitten aus. Er iſt der Aufklaͤrung nicht unempfaͤnglich und hat in mehrern Kriſen bewieſen, daß ihm auch eine Art Freiheit und volksthuͤmliches Leben nicht ganz zuwider ſey. Deſto hartnaͤckiger haͤngt der Klerus an den Ideen und Rechten jener dahingegangenen und nie wiederkehrenden Zeit, wel⸗ che er auf Koſten der Nation in ihrer Geſammtheit und durch Blutſtroͤme wieder herbeizufuͤhren ſtrebt.
Vor der franzoſiſchen Invaſion ſoll die Zahl ſeiner


