Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1827)
Entstehung
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die Beſchaffenheit des Landes und den Charakter ſeiner Bewohner.

Portugal beſitzt keine Landſeen, wohl aber zahlreiche Mineralquellen. Das Klima iſt nicht ſo ſengend heiß, wie in Spanien, ſondern in den Kuͤ⸗ ſtengegenden bringen die Seewinde, im Innern des Landes aber die Nordwinde wohlthaͤtige Kuͤhlung. Der Aufenthalt in dem Lande iſt daher auch fuͤr die Fremden ſehr angenehm. Reich iſt daſſelbe an Naturſchätzen, und der Boden uͤber die Maßen er⸗ giebig. Aber gerade dadurch werden die Bewohner zur Traͤgheit verfuͤhrt und Handel beſchaͤftigt im Allgemeinen ſie mehr als Ackerbau und Kunſtfleiß. Selbſt der in fruͤhern Zeiten mit Eifer und Gewinn betriebene Bergbau liegt jetzt ganz darnieder. Beſ⸗ ſer als die Mineralquellen werden die Erzeugniſſe des Pflanzenreiches benutzt. Seit Pombals Ab⸗ tritt iſt zwar von oben herab Manches auch fuͤr Er⸗ hebung des Ackerbaues geſchehen; aber im Ganzen herrſcht doch keine rechte Thaͤtigkeit und kein Se⸗ gen. Der Weinbau allein erfreut ſich ſorgfaͤltiger Pflege; aber hier tritt wiederum der fuͤr die Einge⸗ bornen verhaͤngnißvolle Umſtand ein, daß die mei⸗ ſten und beſten Weinberge Eigenthum der Englaͤn⸗ der ſind, welche ſich in großer Zahl, beſonders aber zu Porto, niedergelaſſen und durch ihre groͤßere In⸗ duſtrie, ſo wie durch ihr Geld, allmalig alle uͤbrigen verdraͤngt haben. Der Viehzucht waͤre zwar die Beſchaffenheit des Bodens an und fur ſich ſehr guͤn⸗ ſtig, wenn nicht die allzuſtarke Duͤrre haͤufig der Gäte und Menge des Futters ſchadete. So ſchoͤn