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Ihn entruͤſtete bis zur Wuth das verachtungsvolle Benehmen derſelben, mit welchem ſie ihre Befehle fortwaͤhrend zuſandten und im Weigerungsfalle ſelbſt die Strenge der Geſetze dem kuͤnftigen Be⸗ herrſcher androhten. Die Eingeborenen, aber durch Geſandtſchaften, Zuſchriften und Drohungen, be⸗ ſtimmten den Infanten zu entſcheidender Erklaͤ⸗ rung. Man begehrte foͤrmliche Trennung vom Mutterlande, die Souveraͤnitaͤt im Hauſe D. Pe⸗ dro's und eine Nationalvertretung. Dom Pedro wich der Nothwendigkeit, und die Hoffnung, die Kolonie auch auf dieſe Weiſe dem Hauſe Braganza erhalten zu koͤnnen(wohin vor Allem die von ſei⸗ nem Vater ihm hinterlaſſene Vollmacht gelautet hatte), beſiegte vielleicht in ihm alle uͤbrigen Bedenk⸗
lichkeiten. Er nahm den Titel eines„Kaiſers und
beſtaͤndigen Verfechters von Braſilien“ an, und verſammelte den Nationalkongreß zu Feſtſetzung der kuͤnftigen Verhaͤltniſſe im Innern des neuen Re⸗ ches. Gegen die Portugieſen aber wurde, wo ſie noch Fuß gefaßt, der Kampf fortgefuͤhrt; jedoch gegen Bahia und Montevideo laͤngere Zeit ohne Er⸗ folg. Ein bedeutendes Anlehen, welches mit eng⸗ liſcher Huͤlfe zu Stande kam, gab den Unterneh⸗ mungen des Kaiſers Kraft und Anſehen. In hef⸗ tigen und phraſenreichen Manifeſten wurde das treuloſe Benehmen der portugieſiſchen Kortes, welche D. Pedro, in der Bitterkeit des Heizens, mit jeder Art Vorwuͤrfe uͤberſchuͤttete, entwickelt, und der gewagte Schritt vor der oͤffentlichen Meinung in beiden Hemiſphaͤren gerechtfertigt.


