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Reichsverweſer, D. Pedro, welcher doch den kon⸗ ſtitutionellen Ideen nicht unzugaͤnglich ſich gezeigt hatte, blieb von den Beleidigungen der ſieghaften Partei ebenfalls nicht verſchont.
Es war ſeit der Abreiſe D. Joao's in BVraſi⸗ lien manches Ereigniß von hoher Wichtigkeit vor⸗ gefallen und die Revolution in fortwahrendem Wachsthume begriffen. Das den Spaniern ent—⸗ riſſene Montevidev(Vanda Oriental) huldigte ihr ebenfalls, nach Para's, Bahia's, Pernam⸗ but's und Rio/Janeiro's Beiſpiele. Doch offenbarte ſich bald ein gefaͤhrliches Streben nach republikani⸗ ſcher Freiheit, welches ſofort von D. Pedro bekaͤmpft werden mußte. Die heftigſten Geſinnungen aͤußerte in dieſer Hinſicht Pernambuk, welches foͤrmlich alle Verbindungen mit der Regierung und Europa aufhob.
Der Oberbefehlshaber Lecor,(ſpaͤter Graf von Lacun a) erhielt Montevideo durch Gewalt der Waffen dem konſtitutionellen Portugal. Die Hauptſtadt erklaͤrte ſich gleichfalls gegen daſſelbe und zwang den Prinzen, welchen der Nationalkon⸗ greß von Liſſabon in gebieteriſchem Tone nach Eu⸗ ropa zuruͤckgerufen hatte, zu bleiben, alle Portu⸗ gieſen aber zur Einſchiffung nach der Heimath. Auch Pernambuk, wiewohl fuͤr eigene Rech⸗ nung, vertrieb die Truppen des Mutterlandes. Nur Bahia wurde dieſem letzteren, nach einer Reihe von blutigen Scenen, wobei die Portugieſen Mei⸗ ſter blieben, fur eine Zeit noch gerettet.
Nunmehr fand der diplomatiſche Kampf zwi⸗ ſchen D. Pedro und den Kortes zu Lisboa Statt.
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