Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1827)
Entstehung
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37 war, in D. Joao VI. jeden Gedanken der Ruͤck⸗

kehr nach Europa zu unterdruͤcken. Die Verhaͤlt⸗

niſſe mit dem benachbarten Spanien, welches im Befreiungskampfe gemeinſame Sache gemacht hat⸗ te, waren allmaͤlig ſehr unfreundlich, geſpannt und wirr geworden. Handel und Gewerbe, Wiſſen⸗ ſchaften und Kuͤnſte lagen darnieder.

Die Regentſchaft, ein bloßes Werkzeug in den

Haͤnden des Lord Beresford, welcher als Gene⸗ raliſſimus und Kriegsminiſter beſtallt worden, uͤbte auf eine beſſere Verwaltung des Landes geringen

oder gar keinen Einfluß, und zierte bloß den Ge⸗

neralſtab der engliſchen Offiziere auf der Wachtpa⸗ rade und bei Gewaltſtreichen gegen die Nation.

Dieſe Lage der Dinge, und die Parteilichkeit, mit der man alle Eingebornen nach und nach aus

den wichtigſten oder ergiebigſten Stellen verdraͤngte,

mußte in den Herzen aller edlern Portugieſen Em⸗ pfindlichkeit, Rachegefuͤhl und Sehnſucht nach Be⸗ freiung von dem neuen auslaͤndiſchen Joche erregen. Man hielt dafuͤr, daß die Stroͤme Blutes wohl fuͤr das einheimiſche Koͤnigshaus, keinesweges aber fuͤr die Epauletten der Kriegsmaͤnner Sr. großbri⸗ tanniſchen Majeſtaͤt vergoſſen worden ſeyen, und die portugieſiſche Nation wohl ein Recht auf mann⸗ hafte Behandlung, wenn auch nicht auf eine frei⸗ ſinnige Verfaſſung ſich erworben habe.

Am tiefſten lebte dieſe Ueberzeugung in Go⸗ mez Freyre d'Andrade, aus altem Adelsge⸗

ſchlechte, das unmittelbar von Pombal ſtammte,

und ausgezeichnet durch ſeine Dienſte als General

der luſitaniſchen Huͤlfsarmee im Freiheitskampfe

1817