Nach dieſer Ueberſicht der vorzuͤglichſten Kriegsereigniſſe kehren wir zu jener der diplomati⸗ ſchen Verhandlungen zwiſchen England, Portugal und Braſilien und zu den Folgen der Reſtauration, nach dem Sturze Napoleon Buonaparte's und ſei⸗ ner Familie. Noch zu Anfange des Jahres 1810 hatte das Kabinet von St. James die Dynaſtie Braganza fuͤr die einzig rechtmaͤßige auf dem Throne von Portugal anerkannt, und ein Vertrag, der nach funfzehn Jahren aber wieder durchgeſehen und gepruͤft werden ſollte, die gegenſeitigen Freund⸗ ſchafts⸗ und Handelsverhaͤltniſſe geregelt. Die Eng⸗ laͤnder erhielten die Beguͤnſtigung, in und außer⸗ halb Europa von ihren Guͤtern im Allgemeinen bloß eine Abgabe von 45 Prozent des Werthes be⸗ zahlen zu duͤrfen. Goa und St. Katharina wur⸗ den zu Freihaͤfen erklaͤrt, und unter einer Menge von Vortheilen, welche man England ausſchließend zugeſtand, befanden ſich beſonders die Privilegien beim Holzfalle und Schiffbaue in Braſilien, und die Zulaſſung einer großern Zahl von Kriegsſchiffen in portugieſiſchen Haͤfen, als in fruͤherer Zeit und von jeder andern Nation. Wellington und Be⸗ resford, die am meiſten zur Wiedereroberung des Landes mitgewirkt, erhielten bedeutende Aus⸗ zeichnungen, Reichthuͤmer und Stellen, und letz⸗ terer zumal, der als Generaliſſimus, auch nach geendigtem Kriege, blieb, riß allen Einfluß an ſich. Palmela, in diplomatiſchen Geſchaͤften bei wei⸗ tem der gewandteſte Portugieſe, vertrat ſeinen Sou⸗ verain beim Kongreſſe der europäiſchen Maͤchte zu Wien, und half die Akte des allgemeinen Friedens
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