Teil eines Werkes 
3. Bändchen (1827)
Entstehung
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Maſſena, die furchtbare Konſequenz des Ober⸗ feldherrn der Anglo⸗Portugieſen und die Unuber⸗ windlichkeit ſeiner Stellung erkennend, war lange Zeit thatlos vor derſelben, zwiſchen Otta, Villa nuova und Villa franca gelagert; im Ruͤcken ge⸗ deckt durch Santarem, wo dis Vorraͤthe der Ar⸗ mee bewahrt wurden. Endlich zwang ihn die Noth, ſeinen Feind um jeden Preis aus den Fel⸗ ſenlagern herabzulocken. Allein Wellington folgte bei allen, wider die Franzoſen unternommenen, Be⸗

wegungen mit der groͤßten Vorſicht, und wie bei

ſeiner Annaͤherung Maſſena ſtets in ſeine Linien vor Santarem zuruͤck ſich zog, ſo wich er, bei dem Andrange der Franzoſen, jederzeit in die ſei⸗ nigen vor Lisboa. Der Gewinn an Zeit ſchien ihm koſtbarer, als der glaͤnzendſte, theuer erkaufte Sieg; auch hoffte er gluͤckliche Ereigniſſe von Spa⸗ nien aus, durch welche Maſſena, ohne daß den Anglo⸗Britten hierbei Gefahr und Verluſt droh⸗ ten, zum Ruͤckzuge beſtimmt werden koͤnnte. Schon waren bereits fuͤnf Monate in dieſer Lage der Dinge verſtrichen, ohne daß von irgend einer Seite dem franzoſiſchen Feldherrn, der an der Spitze von 70,000 Mann noch immer nichts ausgerichtet hatte, Verſtaͤrkung aus Spanien und Frankreich, oder Hoffnung, den Gegner hier zu er⸗ muͤden, geworden war. Er fand in den letzten Tagen des Hornung 1814 alle Vorraͤthe aufge⸗ zehrt, und die Linien Wellington's, beruͤhmt unter dem Namen der Porres Vedras, noch immer ſo unerſteiglich, daß bei der bittern Wahl zwiſchen verzweiflungsvollem Anſturme und anſtaͤndigem

1811