20
zerſtreute hier in Einzeltreffen ſeine Feinde und machte ſich zum Meiſter von Coimbra. Der Zug gegen die Hauptſtadt wurde ununterbrochen fort⸗ geſetzt. Von denſelben Punkten aus, von welchen Wellesley zwei Jahre zuvor gegen Junot ausgezo⸗ gen, ruͤckte dieſer, an der Spitze des Vortrabes, nun gegen ſeinen Beſieger an, und Wellington mußte in den naͤmlichen Stellungen ſich zu behaup⸗ ten ſuchen, aus welchen er ehemals Junot zu ver⸗ draͤngen ſich angeſtrengt hatte. Reynier und Drouet, mit ſtarken Truppenabtheilungen und uͤber glaͤnzende Vortheile ſiegestrunken, eilten eben⸗ falls von zwei Seiten aus Spanien dem Fuͤrſten von Eßling nach und vereinigten ihre Operationen mit den ſeinigen; erſterer ſtellte auf dem linken Fluͤgel, gegen Leiria, ſich auf; letzterer im Ruͤcken der franzoͤſiſchen Hauptmacht, um denſelben in ver⸗ ſchiedenen feſten Stellungen zu decken. Die Eng⸗ länder wurden durch dieſe gewaltigen Heermaſſen bis Alenquer vorwaͤrts gedraͤngt. Hier warfen ſie ſich in die unbezwinglichen, durch Natur und Kunſt gleich ſehr befeſtigten, Linien.
Die Heermacht Wellington's, welcher die Tak⸗ tik des Fabius Cunctator in dem bevorſtehenden Kampfe fuͤr die angemeſſenſte hielt, und daher zur Zeit noch alle großen Entſcheidungen auf freiem Felde fuͤrchtete, dehnte ſich vor Lisboa in einer Laͤnge von zehn Stunden aus. Der rechte Fluͤgel war an die Muͤndungen des Tajo, der linke an den Ausfluß des Sicandro ins Meer gelehnt.„Vor dieſer Stellung lagerte ſich eine Kette verſchanzter
Anhöhen aus. Hundert und ſieben kunſtvoll auf⸗


