Teil eines Werkes 
2. Bändchen (1827)
Entstehung
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ma, wider den der Papſt zu jenen Tagen das nicht minder merkwuͤrdige Breve erlaſſen, welches ganz Europa mit unwillen erfuͤllte, arbeitete er kraͤftig, und im Einverſtaͤndniſſe mit den bourbo⸗ niſchen Hoͤfen. In den Kloͤſtern nahm er bedeu⸗ tende Reformen vor und ſuchte ihre unmaͤßige Zahl zu mindern. Der Biſchof von Coimbra, welcher gegen die Ausſchweifungen der Freidenker, mit bit⸗ tern Anſpielungen auf Carvalho, eiferte, wurde in Schatten geſtellt und ſein Hirtenbrief, als die Ma⸗ jeſtät des Thrones verſehrend, auf Befehl des Mi⸗ niſters, durch das Cenſurtribunal verbrannt. Die Domherren des heiligen Auguſtins, und die Sekte der Jakobiten traf ebenfalls ſein Zorn. Eine neue Stelle wurde fuͤr die veraͤußerten Kronguͤter ge⸗ ſchaffen. Das Inquiſitionstribunal, welches eine vernuͤnftigere Tendenz ſofort verfolgte, erhielt den TitelMajeſtaͤt. Die Verwaltung der Einkuͤnfte des Patriarchates ward mit den Domaͤnen verei⸗ nigt; der Entwurf zu einem neuen Geſetzbuche be⸗ gonnen; endlich eine eigene Hof⸗Buchdruckerei des Koͤniges errichtet. Die Verſoͤhnung mit dem paͤpſi⸗ lichen Stuhle kam bald hierauf zu Stande, als Klemens XIV., zum Heile der Welt, denſelben beſtiegen hatte. Eben ſo auch beinahe zur naͤmli⸗ chen Zeit. mit dem Sultan von Marokko, nach der merkwuͤrdigen Eroberung von Mazagan auf der nordafrikaniſchen Kuͤſte.

Es ſchienen nun alle Irrungen mit auswär⸗ tigen Maͤchten ausgeglichen, als auch der Papſt zur Feier eines glucklich vereitelten zweiten An⸗

ſchlages auf das Leben des Koͤniges Joſeph zu Rom