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chen Botſchafters zu London zu erhalten. Ohne daß er Gelegenheit fand, auf dieſem Poſten ſich auszuzeichnen, mußte er nach ſeinem Vaterlande zuruckkehren, erlebte in Liſſabon mannichfache Aben⸗ tener und wurde, durch triftige Empfehlungen eini⸗ ger Gönner, nach Wien geſendet, um ein Vermitt⸗ lungsgeſchaͤft zwiſchen der Kaiſerin Maria Thereſia und dem Papſte Benedikt XIV. im Namen der Koͤnigin von Portugal, zu betreiben. Leider ge⸗ lang ihm, trotz aller Anſtrengungen und Talente, der Zweck ſeiner Sendung nicht, und er zog ſich dadurch nicht wenig das Mißtrauen ſeines Monar⸗ chen zu, welcher ſchon fruͤher keine vortheilhafte Meinung von ihm gehegt hatte. Eine Haupturſache der zu Wien erlittenen Niederlage war der Umſtand, daß er keinen oͤffentlichen Charakter bekleidete, und zu ungenuͤgende Vollmachten erhielt. Fuͤr die Ein⸗ buße an diplomatiſchem Kredit entſchaͤdigte ihn nun eine Heirath mit der reichen und ſchoͤnen Graͤfin Daun; mit dieſer kehrte er nach Portugal zuruͤck. Lange Zeit verzehrte ihn jedoch der unbefriedigte Ehrgeiz ſeiner Seele, dem allenthalben, durch Um⸗ ſtaͤnde, die er nicht zu beſiegen vermochte, jede Bahn verſchloſſen war. Endlich gelang es ihm durch Guͤnſtlinge des Hofes, wiederum die Aufmerk⸗ ſamkeit deſſelben zu erregen. Die Jeſuiten zumal mußten ihm hierbei als Werkzeug dienen; er ge⸗ brauchte, indem er ſich durch geheuchelte Anhaͤng⸗ lichkeit an die Ordensſache in ihr Vertrauen ſchlich, bloß die naͤmlichen Kuͤnſte, durch welche die Schuͤ⸗ ler Loyolas ſelbſt zu ſo hohem Einfluſſe in der neuern europaiſchen Staatsgeſellſchaft geſtiegen waren. Die


