Drittes Kapitel.
Die Zeiten von Dom Alfon ſo VI., D. Pe⸗ dro II. und Joào V.
Reich iſt die Geſchichte des Nachfolgers von D. Joao, ſeines zweiten Sohnes, D. Alfon ſo, an Schmach und Erniedrigung. Schon in fruͤher Ju⸗ gend— will man den etwas einſeitigen und ver⸗ daͤchtigen Berichten aus jener Zeit unbedingt trauen, — hatte der Koͤnig das Ungluͤck, die rechte Seite ſich zu verbrennen. Die Ungeſchicklichkeit der Aerzte, welche durch allzuhaͤufigen Aderlaß das Uebel heilen wollten, zog ihm eine ſtarke Lahmung an jenem Theile des Koͤrpers zu und griff ſeine Gehirnnerven heftig an, alſo zwar, daß ſeine phyſiſche und gei⸗ ſtige Beſchaffenheit ſchon fruhe nicht geringe Be⸗ ſorgniſſe erregte. Das Verſtandesvermoͤgen war au⸗ ßerordentlich geſchwaͤcht; und nun vereinigte ſich mit dieſem ſchlimmen Zufalle noch der Leichtſinn der El⸗ tern und Erzieher, um das beſſere Weſen des un⸗ glucklichen Fuͤrſten noch vollends zu Grunde zu rich⸗ ten. Denſelben Seelenzuſtand, an welchem er als Infant gelitten, brachte er auch mit auf den Thron. Sein Anblick erregte daher meiſt Mitleid oder Wi⸗ derwillen. Nur zuweilen hatte er lichthelle Zwis P. I. 1


