Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1827)
Entstehung
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Die Verhaͤltniſſe mit Ferdinand und Iſabella beſtimmten D. Manoel zu blutiger Verfolgung der

von ſeinem Vorfahr doch aufgenommenen Juden.

Die Furcht vor dem Tode oder der Verweiſung brachte dem Chriſtenthume eine Menge zweifelhafter Proſelyten, und die Inquiſition erhielt in der Folge einen reichen Spielraum fuͤr ihre Wirkſamkeit, da eine Menge heimlicher Juden bis in die neuern Zei⸗ ten Portugals Staͤdte fuͤllten.

Gleichwohl bildet die Regierung Koͤnig D. Manvels I. einen der Glanzmomente in der Ge⸗ ſchichte dieſes Reiches, ja wohl den Kulm ſeiner Groͤße. Unter ihr wurde der Meerweg nach Oſt⸗ Indien durch Vasko da Gama voͤllig entdeckt, und ein wichtiger Theil der Kuͤſtenſtaͤdte deſſelben erobert. Die Wahl des gleich geiſtvollen und er⸗ fahrenen, als tapfern und ſtarkmuͤthigen Gama zu Vollendung der bis zum Kap der guten Hoffnung fortgeſetzten Entdeckungsfahrt war ſchon das Werk D. Joao's I. geweſen. Sein Nachfolger ſendete ihn mit nicht mehr denn vier Schiſfen aus. Auf den⸗ ſelben befehligten außer dem Admirale Pablo da Gama, ſein Bruder, Nicolao Coello, und Gonſalvo Nunnez. Am gten des Heumondes 1497 ſegelten ſie aus dem Tajo; am 25ſten Nov., nach vielen heftigen Stuͤrmen, welche durch Wind und Menſchen ihm erregt worden, war das Kap umſegelt. Sofala, Mozambique, Mombaza und Melinda waren die naͤchſten Ruheſtaͤtten der Fahrt. Nach 700 Meilen, die von Melinda bis dahin zu⸗ ruͤckgelegt werden mußten, liefen ſie im Hafen von Caleeut ein. Nach vielen merkwuͤrdigen Aben⸗