Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1827)
Entstehung
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heimniſſe an dieſelben, die abſichtliche Verſchweigung der Untreue ſeines Bruders von Montemayor bilde⸗ ten die Hauptpunkte dieſer Anklage. Eben ſo warf man dem Herzoge vor: er habe bei Ferdinand und Iſabellen die Ruͤckgabe des Infanten zu hintertrei⸗ ben verſucht; die Abgeordneten der Staͤdte in den Cortes wider den Koͤnig aufgehetzt; die Kaſtilianer zu Angriffen auf portugieſiſche Gebietstheile(Guinea) ermuntert, und ſeinen Vaſallen und Unterthanen in ſtreitigen Faͤllen die Rechtswohlthat der Berufung an den Koͤnig verweigert. Braganza erklärte ſich zwar gegen die Befugniß des Tribunals, uͤber ihn zu richten, und verlangte ein anderes, aus ebenbuͤr⸗ tigen Standesgenoſſen gebildetes; allein umſonſt. Das Urtheil wurde geſprochen, und das Opfer der Politik und eigener Unvorſicht fiel auf offentlichem Markte zu Evora, durch das Beil des Henkers. Alle noch im Lande befindlichen Glieder der Familie fluͤchteten vor Jolo's Zorn, um nicht in die Kataſtro⸗ phe mit verwickelt zu werden. Ihre Guͤter wurden eingezogen, ihre Einkuͤnfte in- und außerhalb Por⸗ tugal ihnen abgeſchaͤtzt.

Dieſe ſtrenge Handlung der Gerechtigkeit er⸗ weckte jedoch dem Koͤnige nur noch mehrere und ge⸗ faͤhrlichere Feinde, da das Vorhaben der Rache mit groͤßerer Vorſicht, als das erſte Mal, eingeleitet wurde. Der Herzog von Viſeo, Schwager und Sippe des Hingerichteten, benutzte alle vorhandenen Elemente des Mißvergnuͤgens und des Aufruhres. Jono II. ſollte den Manen Ferdinands geopfert, der Infant und Thronfolger aber ſeiner Freiheit beraubt und fuͤr immer in Hintergrund geſtellt, der Herzog D.

23. Juni 1485