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Familie hereinbrechen werde, welche an die Spitze der Oppoſition, und bald einer foͤrmlichen Ver⸗ ſchwoͤrung wider den ſtreng waltenden Herrſcher ſich ſtellte. Der Koͤnig durchſchaute ihre Plane und beſchloß, ſeinen Feinden zuvorzukommen. Der Kon⸗ netabel fuͤhlte zuerſt des Koͤniges Rache: er ward, noch waͤhrend der Cortesverſammlung zu Monte⸗ mayor, aus dem Reiche verbannt. Alvaro ver⸗ lor ſeine Stelle als Großkanzler und verzichtete bald darauf von freien Stuͤcken auch auf die des Ober⸗ richters von Portugal. Durch allerlei Kanaͤle hatte D. Joao ſich von des Herzoges Entwuͤrfen und An⸗ haͤngern genaue Kenntniſſe verſchafft, zumal alle Papiere durch deſſen eigenen Sekretaͤr ihm uͤber⸗ liefert worden waren. Er erſah hieraus beſonders die Bemuͤhungen Fernando's von Braganza, Kaſti⸗ lien wider ihn zum Bruche zu reizen. Als jedoch dieſes Unternehmen fehl ſchlug und Iſabella und Fernando ſogar in die Auslieferung der zu Moura bisher gehuͤteten Infanten willigten, fuͤhlte der Herzog bereits ſein kommendes Verderben. Ver⸗ gebens bot ſich ihm Gelegenheit dar, als der In⸗ fant durch die ſeiner Lehnsherrlichkeit unterworfe⸗ nen Staͤdte reiſte, in der Perſon deſſelben eine Gei⸗ ſel fuͤr ſeine perſoͤnliche Sicherheit zu erhalten: er
verſaͤumte ſie, und ging in den gewiſſen Tod.
Nicht ſobald war er zu Evora, wo des Koͤni⸗ ges Hofſtatt war, eingetroffen, als er verhaftet, vor ein Gericht, das meiſt aus Rechtsgelehrten zu⸗ ſammengeſetzt war, geſtellt und des Hochverrathes angeklagt wurde. Die Unterhandlungen mit den katholiſchen Koͤnigen, der Verrath der Staatsge⸗


