Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1827)
Entstehung
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ſelbſt fuͤr immer aus Portugal verbannend, war

er Willens, zunaͤchſt das gelobte Land zu beſuchen.

Er trat ganz heimlich, und von einem nur geringen Gefolge begleitet, ſeine Reiſe an, wurde aber auf Veranſtaltung des Koͤnigs Louis, welcher aus ſeiner Perſon allerlei Vortheile zu ziehen hoffte, in der Normandie, wider alles Völkerrecht, angehalten. Mehrere ſeiner Großen beſtuͤrmten ihn nun mit Ge⸗ geiworſtellungen ruͤckſichtlich ſeines ſeltſamen Ent⸗ ſchluſſes, und noͤthigten ihn endlich, von dem fran⸗ zoͤſiſchen Koͤnige Schiffe zur Heimfahrt nach Lisboa zu begehren. Sie wurden ihm nicht verweigert und der Infant Joào legte, als gehorſamer Sohn, die Zeichen koͤniglicher Wuͤrde wieder von ſich, alsbald nachdem er Kunde von des Vaters veraͤnderter Ge⸗ ſinnung erhalten; ja er beharrte auf dieſem Schritte, ſelbſt dann noch, als D. Alfons ihn aufforderte, in der Eigenſchaft eines Koͤnigs uͤber Portugal fort zu regieren, waͤhrend er ſelbſt mit Algarbien ſich be⸗ gnuͤgen und den Kampf wider die Unglaͤubigen fort⸗ ſetzen wolle. So große Sohnestreue war in Por⸗ tugal eine ſeltene Tugend, und iſt weder vorher noch ſpaͤter wiederum gefunden worden; vielmehr gehoͤrte der Aufruhr gegen Vater und Koͤnig zu den erſten Kraftaͤußerungen des Selbſtſtaͤndigkeitsge⸗ fuͤhles der Infanten.

Die Irrungen mit den katholiſchen Königen

dauerten, auch nach Alfonſo's Ruͤckkehr, ununter⸗

brochen fort, bis Donna Beatrix, ſeine Muhme,— die meiſten Staatsangelegenheiten in Portugal wur⸗ den beinahe immer durch Weibereinfluß beſtimmt— zuletzt einen anſtändigen Vergleich erwirkte. Ver⸗