Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1827)
Entstehung
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reicher Kolonien gewordene Meerſtadt, auch nach dieſer Seite Anſiedler und Truppen ſchickte, zumal im Kriege Hannibals wider Rom. Dieſe Tage je⸗ doch drohten bereits die altbewahrte Freiheit der Luſitanen völlig zu zerſtoͤren. Unklug genug, und ihre wahren Intereſſen verkennend, miſchten ſie ſich in die große Angelegenheit, welche freilich die ge⸗ meinſame Angelegenheit aller Voͤlker war, aber bei iſolirter Theilnahme nur dem Einzelnen verderblich wurde. Sie nahmen Partei fuͤr den Puner, und wurden mit in die Kataſtrophe Karthago's verwickelt. Raͤchend nahten die Roͤmer, die Feſſeln ihrer Bundsgenoſſenſchaft auch den Luſitanen, wie den Spaniern, zu bringen. Aber eine Stadt und ein Mann hemmten viele Jahre lang den Strom ihrer Siege. Erſt mit Numantia wurde die ſpani⸗ ſche, erſt mit Viriathus die luſitaniſche Freiheit ganz vernichtet. Der kuͤhne Held des Gebirges, im Guerillaskampfe wie in Feldſchlachten haͤufig Sieger, fiel, nachdem er wohl vierzehn Jahre hin⸗ durch alles Land dies⸗ und jenſeits des Tajo und Ebro mit Feuer und Schwert verwuͤſtet hatte, und 3 nahe daran geweſen war, Stifter eines eignen Rei⸗ ches und Romulus ſeines Volkes zu werden; er ſiel, nicht durch die Gewalt der roͤmiſchen Heer⸗ 613 nach Er⸗maſſen, ſondern durch Meuchelmord gedungener baunng Banditen.

Nach Viriathus Tod'erſtand unter den Luſita⸗ nen keiner mehr, welcher ſeine Gedanken und Waf⸗ fen gehabt haͤtte. Rom ſiegte nach und nach uͤber die Entzweiten, Schlechtberathenen. Der Geiſt der Freiheit aber, welcher einſt in den Tagen des