Teil eines Werkes 
1. Theil (1820)
Entstehung
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35 es, ſchuldloſes Sez: haftet auf meiner Ehre auch nur der kleinſte Flecken; kann mir Tadelnswerthes nachgeſagt werden? Wie mied ich ſelbſt den Schein, der meine Tugend aufs leiſeſte in ein ungewiſſes Licht ſtellen konnte So nahe war ich meinem Ziele, ſo gewiß glaubte ich's zu erreichen, und wie feindlich hat mich ein Unfall, den die Welt nicht ahnete, von ihm hinweggeſchleudert! Ach! es thut un⸗ glaublich wehe, das Herz von einem Jüng⸗ linge losreißen zu muͤſſen, den man ſo treu und wahr liebte“— Der Graf wandte ſich mit den Worten an ſeine Tochter:„Meine leidende Agnes, beruhige Dich doch, und reiße die Wunden Deines Schmerzes nicht immer von neuem auf. Iſt es denn kein Troſt fuͤr Dich, daß Du Dein Ungluͤck nicht verſchuldet haſt? Ach, oft mache ich mir im Stillen bittere Vor⸗ wuͤrfe, daß ich zu nachgebend war! Aber, 8