Teil eines Werkes 
1. Band (1874)
Entstehung
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Weshalb dies jedoch ein Geheimniß ſein und bleiben ſollte, das vermochte Thure nicht zu ergründen.

Oft ſagte Conſtantin zu Thure:

Anna iſt recht gemüthlich geworden. Schade nur, daß ſie ſo viel Appetit auf Geld hat.

Thure ſeinerſeits meinte manchmal, es ſei ordent⸗ lich abſcheulich zu denken, daß Anna hinter einer fröh⸗ lichen, leichtſinnigen Maske einen ſo berechnenden und eigennützigen Charakter verberge.

Sie würde Körper und Seele verkaufen, wenn Jemand ihr eine runde Summe dafür böte, ſagte er einmul, als die Rede auf Anna kam.

Sie thut Alles um Geld; wenn der alte ſechsund⸗ fünfzigjährige Amtshauptmann um ſie anhielte, ſie nähme ihn, um reich zu werden, und zwar nur, um Kapital zu Kapital und Zins auf Zins zn legen.

Sollte es aber wirklich möglich ſein, daß Anna das Geld um des Geldes willen liebt, dachte Elias, bei dieſer Aeußerung, und als er einige Stunden ſpäter hörte, wie Lisbeth darüber Anna zur Rede ſtellte, daß ſie zu geizig ſei, um ſich Knöpfe für einige Schilling zu einem neuen Kleid zu kaufen, anſtatt deſſen aber lieber einige von Lisbeth caſſirte Knöpfen benutzt, ver⸗ fiel er in ein tiefes, ernſtes Sinnen über dieſen häßlichen Charakterfehler.