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„Nun ja, Kind“, ſagte er und ließ ſchmeichelnd ſeine Hand über ihre Augen ſtreichen,„komm, ſetze Dich zu mir“— er zog ſie auf ſeinen Schobß nie⸗ der, indem er ſich ſelbſt ſetzte— und erkläte mir nun Dein mir unbegreifliches Betragen gegen Thure.“
Anna gab ihre Erklärung ab und legte ihre Be⸗ weggründe dar, und es ſchloß damit, daß Onkel Mag⸗ nus fand, daß ſie ein„ganz verteufeltes braves Mäd⸗ chen“ ſei, daß ſie ganz Recht gehandelt habe, daß ſie aber doch nicht ihre Erziehungsmethode mit Thure fortſetzen dürfe. Sie könne ihn dadurch leicht zu ir⸗ gend einer Extravaganz treiben, was der Gerichtdirek⸗ vor nicht haben wolle, weil er Thure nicht gut entbeh⸗ ren könne und es ihm nur mit Mühe gelungen ſei, den tief beleidigten jungen Mann zum Verbleiben zu bewegen. Anna verſprach indeß nichts, ſagte aber, daß ſie die Abſicht nicht hege, dem Onkel den unvergleich⸗ lichen Thure zu rauben.
„Der Streit iſt beigelegt“, rief Anna, als ſie zu der Schweſter eintrat.„Dein Adonis bleibt hier und ich bin gar nicht ausgezankt worden. Es ging gerade ſo, wie ich es vorausgeſehen hatte. Onkel hatte die extraordinäre Miene aufgeſetzt, aber legte ſo⸗


