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Liebenswürdigkeit verſchwendete. Er war älter als 6 Elias, und Johanna hatte ſich einmal in den Kopf geſetzt, hatte die beſtimmte Ahnung bekommen, daß die Dankbarkeit, die er für ſie hegte, nunmehr den Charak⸗ ter einer Anbetung angenommen hätte.
Ein wie ſüßer Gedanke war es, zu denken, daß er ſie in der ganzen Welt am liebſten habe, und ſie war ihm dafür nicht undankbar. Er bekam unzählige Be⸗ weiſe ihres Wohlwollens, und zwar trotzdem, daß Bru⸗ der Magnus um jene Zeit außer ihm zwei andere junge Juriſten als Gehilfen im Hauſe hatte, allein dieſe wur⸗ den von Johanna wenig beachtet. Sie intereſſirten ſich beide lebhaft für Lisbeth und hatten den Liebenswürdig⸗ keiten Johanna's keine Aufmerkſamkeit geſchenkt.
Thure dagegen ſprach und ſcherzte niemals mit den beiden Mädchen; er hatte im Gegentheil immer Streit mit ihnen. Er leiſtete ihnen nur dann Geſellſchaft, wenn er nicht anders konnte, und war bei ſolchen Ge⸗ legenheiten nichts weniger als zart in ſeinen Aeußerungen, namentlich nicht gegen Anna. Tante Johanna zeigte er ſtets die Rückſicht, welche ein artiger Kavalier der Dame ſchuldet, die er hochſchätzt. Ja es ſchien in den 1 Augen Johanna's unzweifelhaft, daß er ſich unter Allen am meiſten für ſie intereſſire, daß er in ihr das Ideal weib⸗ licher Vollkommenheit erblicke. Wie herzlich lachte er


