ihren ſchwarzen Locken. Sie war ein wenig corpulent, das iſt wahr, aber nicht mehr, als daß es ihr gut ſtand. Daß
ſie ſich bereits im Schwabenalter befand war etwas, woran
ſie ſich ſelber nur erinnerte, wenn die Volkszählungs⸗
liſten ausgefüllt werden ſollten, und Bruder Magnus
fragte:
„Liebes Schweſterchen, Du biſt ja im Jahre— geboren?“ Worauf Johanna mit einem leiſen„Ja“ antwortete und purpurroth wurde.
An einem ſolchen Tage war ſie ſtets bei ſchlechter Laune Sonſt gedachte ſie immer der Worte des ſchwe⸗ diſchen Dichters„daß die Freude und Fröhlichkeit uns lung macht“ und war deshalb faſt immer fröhlich.
Daß ſie ſich fortwährend bemühte. Eroberungen zu machen, war zwar eine Schwäche, die jedoch im vier⸗ undvierzigſten Jahre einigermaßen unſchädlich wurde. Sie beſchränkte ſich in der Regel auf das„Wollen“, ohne das entſprechende„Können.“
Nachdem Johanna das ſechsunddreißigſte Jahr er⸗ reicht hatte, war kein einziger junger Mann mehr kopf⸗ über von Ekholm abgereiſt, ſondern der Gerichtsdirector ließ ſie in aller Gemüthlichkeit die gütliche Fürſorge, das Lächeln und die Blicke Johanna's genießen. Die Tem⸗
peratur im Umkreiſe des wohlwollenden Fräuleins wurde. niemals in dem Grade heiß, daß Bruder Magnus


