Teil eines Werkes 
2. Band (1874)
Entstehung
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ſparte, weshalb ſie mit ünermüdlichem Eifer arbeitete ja die Nächte arbeitete und Alles in Geldzu verwandeli Alles, was ſie an Geld erübrigen konnte, legte ſie in der Sparbank an, und wenn Du, Lisbeth Dir Schmuckſachen und hübſche Kleider wünſchteſt) ſoh bat Anna um Geld. Wenn Anna von ihrer Pathin das gewöhnliche Weihnachtsgeſchenk von 1 50 Reichsthalern erhielt, ſo wurden 50 Thaler an die arme Wittſwe ge⸗ ſandt und 100 Thaler in die Sparbank gelegt. Als es ihr gelungen war, 2000 Reichsthaler zufammenzu⸗ bringen, bekam unſer Freund der Amtshauptmann unter feierlichem Verſprechen, daß er ſchweigen würde, den Auftrag von Anna, dieſelben der armen Frau zu überſenden. Gerade an demſelben Tage, an welchem dieſe Summe an ihren Beſtimmungsort abgegangen war, wollte ich Geld von Anna leihen. Es geſchah dies, weil ich ſie auf die Probe ſtellen wollte. Ich wollte ſehen, ob nicht Zorn und Verachtung ſie dahin bringen könnten, ihr Geheitiniß zu entbecken. Allein ich irrte nicht. Sie hätte ſich tödten laſſen, vieſes kleine Mädchen, dieſes halbe Kind, ehe ſie das Geheim⸗ niß verrathen häkte. Sie hatte ſich einmal vorgenom⸗

men, das Vergehen ihres Vaters nach Kräften zu ſüh⸗

nen. Wäs ich aber nicht berechnet hatte, war der Um⸗