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und ſchritt auf die Thür des Onkels zu, an welcher er anklopfte. Allein er blieb plötzlich ſtehen, denn aus dem Arbeitszimmer trat Anna ihm entgegen, blaß und verweint. Sie hielt einen geſiegelten Brief in ihrer Band. Im erſten Augenblick, äls ſie in den Saal kam, hatte ſie Elias nicht bemerkt. Elias war ſtehen ge⸗ geblieben undtrat ihr jetzt entgegen.
„Anna, imieine geliebte, blühende Anmä, ſo blaß und ſo betrübt, ſo niedergeſchlagen, ganz, als wenn Du etwas zu bereueh uns abzubitten hätteſt. Was heißt das, Anna?“ Undrer umſchlang ſie und hob ſie faſt vom Boden zu ſich empor, indem er hinzufügte:
„Du biſt der beſte und edelſte von allen Juwelen mit Deinen Thränen! Sei ſtolz, ſei froh, mein eigenes geliebtes Mädchen! Im Triumph werde ich Dich durch die ganze Welt tragen und ausrufen: Hier ſind die verlorenen Inwelen!“
Elias küßte ſie, lachte wie ein Kind und ſetzte ſie darauf wieder auf den Fußboden nieder, indem er ſagte:„Nun ja, lächele mich nur an, Du wirſt ſchon nachher erfahren, daß ſich aller Kummer in Fröhlichkeit verwandelt hat. Sage nur, daß Du Dich freuſt, mich wieder zu ſehen.“
Anna ſagte es zwar nicht, allein ſie lächelte ihn an; und dieſes Lächeln ſprach davon, wie lieb ſie ihn habe.


