193 6 Geldangelegenheiten Anna's erzhle vus wir alles Dir zu verdanken.“ munl m n „Mir“ rief Lisbeth faſt erſchrocken. „Ja, gerade Dir, wäreſt Du nicht ſotpfiffig ge⸗
weſen und hätteſt die Juwelengeſchichte zur Sprache
gebracht, dann wäre alles Andere auch im Verborgenen geblieben. Jetzt, Lisbeth, möchte ich aber ungeheuer gern wiſſen, weshalb es Dir am Herzen lag daß alle Welt wiſſen ſollte, Anna habe die Juwelen verpfändet.
Daß Du es wußteſt, darüber war ich ſofort im Klaren.“
Lisbeth ſenkte den Blick zu Boden; es war ihr nicht mehr recht wohl zu Muthe. Allerdings beſtritt ſie dieſe Behauptung, allein ſie ſo zu beſtreiten, wie es geſchieht, wenn man die Wahrheit ſpricht, war ihr un⸗ möglich. Sie antwortete ihm daher mit Ungeduld:
„Was berechtigt Dich zu einer ſolchen Behauptung?“
„Das habe ich geſagt; ich habe es Dir angeſehen. Aber jetzt zu einer andern Frage: veshait thuſt Du das?“
„Um hierauf zu antworten, müßte ja Veine Be⸗ hauptung die Wahrheit ind nicht der Fall.“
„Bah, meine liebenswütdige Lisbeth wozü wollen wir mit einander Komödie ſpielen? Ich kenne Dich
zu gut und werde Dir Deine Hanvlungsweiſe erkläten. Schwartz, Anna's Geheimniß. II. 13


