Teil eines Werkes 
2. Band (1874)
Entstehung
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einer Stunde gingſt Du von dort waldeinwärts, worauf ich einen kleinen Umweg machte und Dir entgegen kam. An Deinem Gang bemerkte ich, daß Du nach ſo vielen Anſtrengungen erſchöpft warſt, und bot Dir meinen Arm zur Stütze. Mein Schutz war Dir um ſo noth⸗ wendiger, als ich vermuthete, daß Du noch Geld bei Dir trugſt.

Anna hatte bislang ihre Hand in ihrer Rocktaſche ſtecken gehabt, aber bei den letzten Worten Elias machte ſie eine Bewegung, als wollte ſie dieſelbe aus der Taſche ziehen.

Du haſt zwei Tauſend Thaler in Deiner Taſche, ſagte Elias,ich weiß es.

Elias! rief Anna ihn unterbrechend.

Verſuche nicht, die Wahrheit zu leugnen, das nützt Dir zu nichts. Das Geld, welches Du bei Dir haſt, gehört Dir nicht, Du haſt es geborgt, leugne es, wenn Du es kannſt.

Laß mich in Ruhe, Elias! Du ſiehſt ja, daß ich müde bin, ſagte Anna und ſchloß die Augen. Im nächſten Augenblick war ſie, von Müdigkeit überwältigt, eingeſchlummert.

Elias blieb regungslos ſitzen und wagte kaum zu athmen, aus Furcht ſie zu ſtören. Er blickte auf das kleine blaſſe Geſicht herab, mit demſelben Ausdruck,