Teil eines Werkes 
3. Band (1863)
Entstehung
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pen ſpielte auch jeden Augenblick ein gemüthliches

gehörte. Sie war von einem ſchönen lockigen Haar umgeben. Unter deren Wölbung leuchtete ein Paar Augen, welche den Ausdruck eines ungewöhnlichen Denkvermögens hatten, ſo daß man ſah, daß er eine Perſon war, bei welcher das intellectuelle Leben die Hauptrolle ſpielte.

Man hätte bald über ihn das Urtheil fällen müſſen, daß er ein junger Gelehrter ſei.

Die übrigen Geſichtszüge waren ſcharf markirt und jüdiſch charakteriſtiſch, aber fein und regelmäßig.

Sein viel jüngerer Kamerad ſchien dem Jüng⸗ lingsalter anzugehören.

Einen ganzen Kopf höher, war er dem Ausſehen nach ſeinem Begleiter ſehr unähnlich, obgleich beide die Aehnlichkeiten hatten, welche bei Juden gewöhn lich ſind.

Die Augen des Jünglings waren groß und außer⸗ ordentlich lebendig. Sie funkelten von Jugendfeuer und Jugendmuth. Es ſchien, daß es der Wirklichkeit und den Ereigniſſen noch nicht gelungen ſei, die Leb⸗ haftigkeit ſeiner Seele zu mäßigen, oder ihm die Illuſionen zu rauben.

Seine Stirne war höher und breiter als die ſeines Kamerads, hatte aber nicht das ſinnreiche Ge⸗ präge, ſondern es ruhte darüber ein Sonnenglanz von Genialität, welcher ganz dem excentriſchen Aus⸗ druck im Blick entſprach.

Die Naſe war fein gebaut und vielleicht etwas zu gebogen, der Mund, eher klein, als groß, ſchien nur für Freude geſchaffen. Ueber den friſchen Lip⸗