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meine Erkenntlichteit für die Güte dem Herrn Grafen an den Tag legen ſoll; aber je größer dieſe iſt, deſto größer wird auch meine Verpflichtung. Unerſchütter⸗ licher als je iſt mein Entſchluß, dieſer ebenſo vor⸗ theilhaften als vertrauensvollen Stelle zu entſagen. Meine Ehre verbietet mir zu bleiben.
— Ihre Ehre, Herr Lieutenant, ſollte Ihnen eher verbieten, denjenigen zu verlaſſen, deſſen Stütze und Hülfe Sie geworden.— Sie wiſſen ſelbſt, daß Sie nach dem Tode meines Sohnes uns Allen un⸗ entbehrlich geworden.
— Kapitän D—, den ich empfohlen habe, wird dem Herrn Grafen den Verluſt von mir vollkommen erſetzen. Er iſt ein Mann von Charakter und ſolchen Kenntniſſen, daß er den Platz, welchen ich eingenom⸗ men, zu erfüllen vermag.
— Mag ſein, daß er ebenſogut wie Sie die Ge⸗ ſchäfte beſorgen wird, was ich nicht bezweifle, ſo hat er doch nicht wie Sie die Sorgen und Prüfungen, welche mich heimgeſucht haben, mit mir getheilt.— Sie ſind nicht bloß Verwalter, ſondern etwas weit mehr, ein Freund von mir und meiner Familie und dazu ein ſolcher, wie man ihn nicht ſo leicht wieder findet.— Darum, Herr Lieutenant, bittet Sie der letzte Harthon ihn nicht zu verlaſſen.— Er hat Ihnen alle weltliche Vortheile, welche Sie wünſchen können, geboten; Sie haben aber alle ſeine Aner⸗ bieten ausgeſchlagen. Jetzt bittet er ſie zu bleiben, werden Sie auch ſeine Bitte ausſchlagen?
— Ich kann nur auf eine Weiſe dem Herrn Grafen meine Erkenntlichkeit beweiſen,— ſagte Va⸗ lentin mit tiefem Ernſt,— und das iſt dadurch,


