Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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Valentin ſchloß ihre Hand in die ſeinige mit den Worten:

Nein! Bin ich das geweſen, ſo kommt es daher, daß, wenn wir uns für am ſtärkſten halten, uns unſere Stärke verläßt, und wir entdecken ganz plötzlich, daß wir unſere Kräfte überſchätzen.

Er verließ ſie und ſetzte ſich bei der Gräfin.

Frigga war bei ſeinen letzten Worten ſehr blaß geworden. Ein Paar Minuten folgte ſie ihm mit den Augen; dann bog ſie wieder den Kopf über die Arbeit und dachte:

Es iſt vorbei mit dem was geweſen iſt. Nach dieſer Reiſe kommt eine noch längere.

Gtwas ſpäter bat die Gräfin ſie zu ſingen; aber Frigga erklärte, daß ſie nicht bei Stimme ſei.

Valentin ſah ſie an, dann ſetzte er ſich an das Piano und ſang einige Geſänge, von denen er wußte, daß ſie der Gräfin gefielen. Zuletzt ſang er ein Kriegslied.

Das Lebhafte und Kraftvolle darin paßte voll⸗ kommen zu Valentins Stimme, die ſich gar nicht für zarte und milde Töne eignete.

Als er geendet und das Inſtrument verlaſſen wollte, ſtand Frigga hinter ſeinem Stuhl.

Singen Sie das Lied noch einmal! ſagte Frigga.

Valentin entſprach ſofort ihrem Wunſch. Als er fertig war, wandte er ſich an ſie und bemerkte:

Wenn Fräulein Soldat wären, würden Sie dann zu Hauſe bleiben in weichlicher Ruhe, oder würden Sie hinausgehen, um an den Kämpfen Theil zu nehmen, die gekämpft werden.