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ich werde ebenſowenig begreifen können, wie es mög⸗ lich war, Sie ſo zu lieben, wie ich es gethan.
Ihre Cur iſt vortrefflich gelungen.
Sie haben mit einem Schlag ein Herz getödtet und von Ihnen beſitze ich keine andere Erinnerung, als daß Sie mir einen Schmerz verurſacht, welcher ſo groß iſt, daß er mir nicht einmal erlaubt, Ihnen wegen Ihrer ſtreng ehrenhaften Handlungsweiſe meine Achtung zu ſchenken.
Und jetzt Lebewohl!— Ich wollte wünſchen, daß ich Ihnen danken könnte für das Gute, was Sie haben thun wollen, aher ich kann es nicht; denn das Böſe, das Sie mir gethan, iſt weit größer.— Ich will verſuchen Ihnen zu vergeben und eines Tages Sie zu ſegnen.
Lilie
Als Antwort hierauf ſchrieb Valentin nur:
„Unmöglich kann ich Ihnen all das Gute, das Sie beſaßen, geraubt haben, da Ihnen noch das Ziel übrig bleibt, darnach zu ſtreben, Ihren Pflichten als Gattin zu leben.
Ich habe Sie geplündert, um das geplündert, was Ihr Glück ausmachte, ſagen Sie.— Mag ſein; aber Sie werden es nachher bei Ihrem Manne ſu⸗ chen und finden; davon iſt derjenige überzeugt, wel⸗ cher immer Ihr treuer Freund verbleiben wird.
Valentin Aurenius.“
Als Frigga am folgenden Morgen aus ihren Zimmern heraustrat, um ihre


