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Konnte ich zu dankbar gegen Denjenigen ſein, welcher meiner Mutter Leben und Geſundheit ge⸗ rettet?
— Um Vergebung! Ich war ein Thor,— flüſterte der Baron.
Es trat eine kurze Stille ein,
— Nun,— fuhr der Baron in einem verän⸗ derten Tone fort, was hat Jenny von meiner vermeintlichen Liebe zur Freiherrin A... gedacht?
— Daß es ſchade ſei, daß die Idylle unſeres Alters durch Ihre Heirath in Rauch aufgehen ſollte, antwortete Jenny heiter.
Ich ſah mich bereits ganz allein als Vorſteherin der Schule ſitzen, ohne den Troſt zu haben, einen alten Freund zu beſitzen, der mich begrüßte und mich zum Fahren einlud.
— Sie verloren den Geſchmack für den unehe⸗ lichen Stand, nicht wahr?— ſagte der Baron und bog ſich wieder vor.
— Durchaus nicht; ich meinte nur....
Jenny lächelte ſchelmiſch.
— Was?
— Daß Sie eine ordentliche Wuth hätten, ſich2 raſch zu verheirathen, während wir es ſo gemüthlich hätten haben können. Sie, wie ich, hätten gern unl verheirathet bleiben können. 1
— Sie bilden ſich alſo im vollen Ernſte ein, daß ich ein eheliches Verhältniß mit der Freiherrin eingehen würde?.
— Ich befürchtete das. b
— Nein, Jenny,— ſagte der Baron, indem e ihre Hand ergriff und ihr tief in die Augen ſah.


