Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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Jenny ſtreichelte und liebkoſte den Alten, als wenn ſie ſeine Tochter geweſen.

— Jenny verzärtelt den Alten, Couſine,— ſagte Bergſtröm,— und darum wird es ſo öde da unten in der Kammer, denn ich ſehne mich herauf. So würde Alfhilda, wenn ſie gelebt hätte, mich gelieb⸗ koſt haben.

— Ganz gewiß, nur mit dem Unterſchied, daß Alfhilda ſchön war und Jenny häßlich iſt.

— Wie Du da ſprichſt, Kind. Biſt Du häßlich?

— So etwas der Art, aber ich bin doch froh und wenn das Glück mir keinen Mann ſchenkt, ſo beabſichtige ich Schule zu halten und mich nicht todt zu trauern.

Während Jenny plauderte, hatte ſie den Spiel⸗ tiſch hergeſetzt. Die Majorin ging ein wenig in die Küche.

— Gewiß wirſt Du heirathen, liebes Kind,— ſagte Bergſtröm;— ich habe alte, unverheirathete Frauenzimmer nie recht leiden können. Sie ſehen die ganze Welt mit ſcheelen Augen an: die Verhei⸗ ratheten darum, weil ſie verheirathet ſind, die Un⸗ verheiratheten, weil ſie ſie an ihren eigenen unehelichen Stand erinnern, die Männer darum, weil dieſe ſie nicht haben wollen, und die jungen Mädchen darum, weil dieſe noch die Hoffnung haben, verheirathet zu werden.

Nein, mein Mädchen, Du mußt Dich nothwendig verheirathen.

— Aber wenn mich Niemand haben will?

— Oh, das befürchtet wohl Fräulein Jenny nie,

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