Teil eines Werkes 
2. Band (1863)
Entstehung
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— Nein! Ich bin nicht der Gärtner Eurer Gna⸗ den aus Noth, brauche deshalb nicht meine Rechte zu verkaufen und gedenke es auch nicht zu thun. Dieß iſt mein feſter Entſchluß, und davon weiche ich nicht ab. Gibt es noch etwas Weiteres, was Eure Gnaden wünſchen?

— Sie können gehen.

Ihre Gnaden war nahe daran, vor Aerger zu erſticken, und ſie brannte vor Ungeduld, all' ihrem Zorne gegen den Urheber deſſelben, den verhaßten Doktor, Luft machen zu können.

Aber eine Stunde nach der andern verlief, und kein Doktor kam.

Als die Uhr ſieben ſchlug, dachte Ihre Gnaden mit heimlichem Triumphe:

— Der elende Feigling, welcher den Frieden in meiner Familie geſtört und Mann und Kind gegen mich aufgewiegelt hat, wagt ſich nicht hierher. Nein, er ſchämt ſich und ſürchtet ſich, mir, die er ſo ent⸗ ſetzlich beleidigt hat, zu begegnen..

In demſelben Augenblick meldete der Bediente:

— Doktor Bergſtröm!

— Bitte den Poktor einzutreten; ich bin nachher für Niemanden zu Hauſe,— antwortete Ihre Gna⸗ den, noch mehr darüber aufgebracht, daß der Doktor kam, als ſie den Augenblick vorher über ſein Aus⸗ bleiben triumphirt hatte; denn ſie konnte ihn jetzt nicht als feig verachten.

Der Doktor trat ein.

Sein Geſicht war ernſt, ſein Gruß artig, aber kalt. Es lag Etwas in dem ganzen Weſen dieſes