Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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gewagt, wäre übel bei mir angekommen; aber ſehen Sie, das Fräulein....

— Nun, was iſt mit ihr?

— Ich weiß wahrlich nicht, ob ich es wagen ſoll, das zu ſagen, was ich gehört und auch ſelbſt bemerkt zu haben glaube.

— Ich ſollte meinen, daß ſie ſich mehr durch Schweigen bloßſtellt. Spreche! Ich will es.

— Ach, es iſt ſo, daß man behauptet, das Fräu⸗ lein habe in Geſellſchaft der Mamſell Minna den ganzen Sommer Zuſammenkünfte gehabt mit....

— Mit wem?— Ihre Gnaden wurden dunkel⸗ roth vor Zorn.

— Mit Doctor Bergſtröm.

— Du lügſt, Martha!— ſchrie Ihre Gnaden und richtete ſich im Bette auf.

— Wenn ich lüge, ſo lügt die Frau des Wald⸗ hüters, von welcher ich Alles gehört; und übrigens kann ich Eure Gnaden verſichern, daß ich an dem Tage, an welchem der Ball war, mit meinen eigenen Ohren gehört, daß das Fräulein den Doctor Richard nannte. Was ſie ihm weiter ſagte, konnte ich nicht hören, weil ich auf der Treppe ſtand und aus Furcht, daß man mich ſehen möchte, mich zurückziehen mußte.

— Gehe, das iſt genug!

— Euer Gnaden ſind mir doch nicht böſe.

— Nein, aber ich will annehmen, das Du Dich getäuſcht haſt; verſtehſt Du?

Ja!

— Meine Tochter wird Graf Stormhjelm hei⸗ rathen.

Martha verneigte ſich und ging.